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ihn doch nicht verfahren. Durch unparteiiſche Gerechtigkeit ehrt ſich der Menſch.“— „Iſt das auch Gerechtigkeit,“ ſagte Bot⸗ welleig,„die dem Feinde jedes Unrecht un⸗ geſtraft hingehen laͤßt? Nennt Ihr die Ver⸗ bannung Eures Vaters auch Gerechtigkeit, die zunachſt von dem Kardinal ausging, ſo verlaͤngert ſeine Verweiſung um mehrere Jahre, dann ſeyd Ihr in einem noch hoͤhern Grade gerecht. Ihr habt von der Tugend ſonderbare Begriffe, ſie paſſen auf das La⸗ ſter auch.“—„Höͤrt, Botwelleig, ich bin ungeſchickt mit Worten zu ſtreiten, ich ver⸗ ſtehe mich nur auf die Kunſt das Schwerdt zu fuͤhren, habt Ihr Luſt dies zu ver⸗ ſuchen?“—„Mit einem jungen Menſchen,“ entgegnete Botwelleig kaltbluͤtig,„der mein Sohn ſeyn konnte, nicht; greift Ihr aber mit Euerm Witze ferner meine Ehre an, ſo will“ ich Euch in meinem Sohne den rechten Gegenmann ſtellen.“


