nicht trocknen koͤnnen.“— Jakob war in Gedanken vertieſt, er wußte nicht, wel he Antwort er dem herrlichen Cunert geben ſollte, was er ihm riethe, ſein Herz kaͤmpfte zwiſchen Liebe, Dankbarkeit und Pflicht, er mußte die unvergleichliche Seele des gemei⸗ nen Mannes bewundern, und ſagte endlich: „Thue, was Dir ein innerer Geiſt gebietet, es iſt Gottes Stimme, die in Dir ſpricht, und wenn dieſe redet, da muß der Menſch ſchweigen.“—„Wohlan, Graf, ich weiß nun, was ich thun ſoll. Nur darum bitte ich Euch nochmals, verlaßt meine Mutter nicht. Jede Truͤbſal wird ſchwerer, wenn der, welcher ſie leidet, auch hungern muß.“ —„Cunert, ich ſchwoͤre es Dir bei dem lebendigen Gotte, mein letztes Brodt will ich mit der Alten theilen. Kannſt Du nicht zugleich auch mit Sicherheit auf die Dank⸗ barkeit meines Vaters, auf die Achtung aller Edeln in Schottland rechnen? Wo iſt
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