Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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zu ſchaͤnden. Steuert Ihr dem Unweſen

nicht, ſo könnt Ihr noch Schreckliches er⸗ leben. Der Adel kann fuͤr ſeine Ehre ſter⸗ ben, aber von Geiſtlichen, die ſich wie Troßbuben auffuͤhren, laͤßt er ſie nicht be⸗ ſchimpfen. Wehe dem Lande wo Geiſt⸗ liche das Ruder der Regierung ſuͤhren! Wißt, ich kann Euch verachten, ſo ein gro⸗ ßer Herr Ihr durch die Gunſt des Koͤnigs auch geworden ſeyd. Aber Ihr, Koͤnig, gedenkt Ihr denn der Dienſte nicht mehr, die Euch der Adel geleiſtet hat? Bezahlt Ihr mit ſolchem Danke? Wenn wir von Euch weichen, dann erfahrt's, ob die Geiſt⸗ lichkeit Euch ſchuͤtzen kann. Was haben wir verbrochen, daß Ihr uns wie Schuldige mit Hohn und Verachtung behandeln laßt? Wahrlich, Eure Art zu regieren iſt nicht die Weiſe, auf die man des Thrones Stuͤ⸗ tzen feſter bauet. Ein Ungewitter droht dem Lande, und Euch wird's am härteſten