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ſüßer Harfenklang an ſein geiſtiges Ohr ſchlug, und eine quällende Sehnſucht, ein Gefühl der Verlaſſenheit be⸗ mächtigte ſich ſeiner— die ihn faſt zur Verzweiflung trieben. Damit aber erwachte ſein Stolz wieder und wallte heiß und zornig auf! Sie hatte ihn ja betrogen,
war ſeiner unwerth— und all der Schimmer von Lieb⸗
lichkeit und Reinheit, der ſie glorreich zu umſtrahlen ſchien, war nichts geweſen als Schein und Kunſtfertigkeit der berühmten DPame vom Theater. Sie war die Geliebte eines Anderen geweſen und hatte doch noch ſeine frei⸗ herrliche Liebe erſtrebt und ſich erkühnen wollen, an ſei⸗ ner Hand einzuſchreiten in das Schloß ſeiner Ahnen! Welche Gefahr für ſein erhabenes Haus, das noch niemals eine Mesalliance, wie viel weniger ein ſolche ge⸗ ſehen hatte! Blutig roth ſtieg ihm die Erinnerung daran in das Geſicht, und heftig auf und nieder ſchreitend wandte er ſich gewaltſam verachtend von dem ſchönen und im⸗ poſanten Bilde des einſt ſo ſehr geliebten Weibes ab.— Und endlich war das Ziel erreicht! Eines Abends ſahen die Reiſenden die ſcheidende Sonne über einen dunkeln Gürtel ſinken, den der Capitän als die Küſte von Nordamerika bezeichnete, und als die Paſſagiere am
andern Morgen, froher Erwartung voll, das Verdeck
früher als gewöhnlich betraten, warf der Dampfer eben auf der Rhede von New⸗York ſeine Anker aus und das


