Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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gefallen— die Signora war ſchuldig— er auf der Flucht und binnen Kurzem verfolgt als Mörder und Deſer⸗ teur!—

Sein Geiſt erlag faſt unter dieſem Bewußtſein und faſſungslos ſtarrte er den Kutſcher an, der mit ſtoiſcher Gemüthsruhe neben ihm ſtand und auf ſein Trinkgeld wartete. Das verwöhnte Kind des Glückes hatte noch nie⸗ mals in ſeinem roſigen Leben Energie und Geiſtesſtärke bedurft,— und jetzt, wo ſein Schickſal auf dem Spliele ſtand, wo es galt mit einem Entſchluſſe von dem alten Leben ſcheiden und kühn und energiſch in die Speichen des Schickſalsrades greifen— um ſich ein neues Leben zu gründen, ſtand er faſſungslos und unfähig einen Ent⸗ ſchluß zu faſſen, oder die wirren Gedanken auf den neuen

Punkt zu ſammeln, von deſſen Entſcheidung vielleicht ſein ganzes Schickſal abhing. Stumm und rathlos ſtand er vor der Eiſenbahnbar⸗ riere und ſtarrte gedankenlos in das Weite. In ſeinen verſtörten Zügen konnte jeder Unbefangene den Zuſtand der Seele leſen;— es war als hätte das Verbrechen ſein blutiges Maal auf die Stirn des Thäters gedrückt, da⸗ mit ihn Jeder erkennen möge und zur Sühnung treibe. Endlich weckte ihn der Kutſcher, dem das Warten zu lange ward, aus ſeiner Erſtarrung. „Gebe mir der Herr meinen Fuhrlohn, damit ich