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„Unglücklich können wir es eigentlich nicht nen⸗ nen, lieber Freund, denn die gute Dora lag ſchon ſeit mehr als einem Jahre krank darnieder,— war damals ſchon einmal dem Tode nahe— und hat ſich
niemals wieder ganz erholt. Freilich, daß es nun ſo
plötzlich mit ihr zu Ende gehen würde, hatten wir doch nicht, und ſelbſt in ihrer Umgebung Keiner er⸗ wartet. Da war es eigentlich ein Glück, daß ich hin⸗ kam und noch Abſchied nehmen konnte von der Letzten meiner fünf Geſchwiſter. Ich mußte nachher das Be⸗ gräbniß, auch ihre Angelegenheiten in Ordnung brin⸗ gen, und dadurch entſtand denn die Verzögerung, deren Grund hier Keiner ahnte, weil ich meiner Frau den Todesfall mündlich mittheilen wollte, und deßhalb nicht ſchrieb. Meine Tochter habe ich natürlich mit⸗ gebracht. Sie iſt ein nettes Mädchen geworden, ſehr betrübt natürlich über den Tod der Pflegemutter— doch das wird ſich mit der Zeit ſänftigen.— Wir werden ſie hernach bei Tiſche ſehen.“
Der Major ſchwieg und blickte nachdenklich durch das Fenſter. Hans ſchwieg ebenfalls;— er wußte nichts Paſſendes zu ſagen, da er recht wohl ſah, daß der Major durch den Tod ſeiner Schweſter mehr an⸗ gegriffen ſei, als er zeigen wollte.— Endlich wandte er ſich um und frug, aus der
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