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bei dieſen Seelenkämpfen, in denen ſie mit ihrem Herz⸗ blute den theuerſten Sieg erkaufte.
Schwer lag die Hand des Schickſals auf dem Hauſe von Harder und Anna hatte ſich nur zu gern hinausge⸗ flüchtet auf das Schloß der Tante Frieda, deren reines, ſiegendes Gottvertrauen und deren Liebe ſie entſchädigen und tröſten ſollten in den Stürmen der Zeit.
Wußte ſie doch auch, daß Vater und Mutter in ſchwierigen Stunden lieber allein waren; am liebſten allein und unbelauſcht ſich an einander Uhnten— der ſtarke, wettergebräunte Mann und das ſchwache liebende Weib— wenn die Schickſalsſtürme tobten.
Hatten ſie doch ſelber Anna zu der Reiſe beredet, damit das leidende Kind durch Ort und Luftwechſel die geſtörte Geſundheit wiederfinden möge— und um ſie den neuen Schlägen fern zu halten, die das erzürnte Geſchick gegen das Haus von Harder führen dürfte.
Anna litt für ſich nicht allein; ſie litt für die El⸗ tern mit, deren Schmerz ihre Bruſt zerriß— dem mußte ſie entzogen werden, ſollte ſie nicht durch Siechthum und endliches Hinſinken die Sorgen des Hanſes zur Spitze treiben, und mußte in dem heiteren Frieden, in der ſtil⸗ len Abgeſchiedenheit Bornfeld's wie unter dem ſanften Einfluſſe Tante Frieda's Ruhe und Geſundheit wieder⸗


