193 ſten in Europa gehoͤrten, von ihren Kommandanten
ohne Schaam und ohne allen Widerſtand dem ſiegrei⸗
chen Feinde uͤbergeben wurden. Wohlbefeſtigte Staͤdte und Plaͤtze, an denen der Ingenieur ſeine Kunſt er⸗ ſchoͤpft hatte, mit zahlreichen Garniſonen beſetzt und mit allen Beduͤrfniſſen auf das reichlichſte verſehen, oͤffneten ihre Thore auf den Schall einer franzoͤſiſchen Trompete oder nach der Exploſion von wenigen Bom⸗ ben. Spandan, Stettin, Kuͤſterin, Hameln— geeig⸗ net, den Marſch der Feinde Monate lang aufzuhal⸗ ten— wurden gleich bei der erſten Aufforderung uͤber⸗ geben. In Magdeburg lag eine Garniſon von 22,006 Mann, worunter 2000 Artilleriſten; und doch kapi⸗ tulirte dieſe beruͤhmte Stadt mit dem Marſchall Ney ſchon, als die erſten Granaten geflogen kamen. Ha⸗ meln hatte eine Garniſon von 6000 Mann, war mit Vorraͤthen aller Art verſehen, und haͤtte fuͤglich die laͤngſte Belagerung aushalten koͤnnen; und doch ergad ſich dieſe Feſtung an einen Feind, der kaum den drit⸗ ten Theil ſo ſtark war, als die Beſatzung. Dieſe Thatſachen waren zu auffallend, als daß ſie allein der Verblendung oder der Feigheit zugeſchrieben werden konnten. Die Franzoſen ſelbſt ſtaunten uͤber dieſe Eroberungen, hatten aber doch eine Ahndung von der Art, wie es dabei zugegangen ſeyn mochte. Als der⸗ elende Gouverneur von Magdeburg von den Halliſchen Studenten wegen ſeiner Verraͤtherei und Feigheit be⸗ ſchimpft wurde, ſympathiſirte die franzoͤſiſche Garniſon
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