86 2 Armeen beſtegt, Monarchen gedemuͤthigt, Verfaſſun⸗ gen zerſtoͤrt und mehr als einen Staat ſeiner Unab⸗ haͤngigkeit, ja ſogar ſeines Namens beraubt hat. Mit einem gleichen Schickſal bedroht er Preußen; er will uns der Herrſchaft eines fremden Volkes unterwerfen, das ſogar den Namen der Deutſchen vertilgen moͤchte. Das Schickſal der Armeen und der Nationen iſt in den Haͤnden des Allmaͤchtigen, aber beſtaͤndiger Sieg und dauerndes Wohl werden nur der gerechten Sache zu Theil.“—
Waͤhrend Napoleon in Franken eine weit betraͤcht⸗ lichere Armee als die der Preußen verſammelte, beſetz⸗ ten die letzteren die in der Nachbarſchaft der Saale ge⸗ legenen Gegenden, und ſchienen dadurch ganz auf den Vortheil zu verzichten, den der Angriff auf einen Feind gewaͤhrt, der ſeine Streitkraͤfte noch nicht bei⸗ ſammen hat. Und doch war und mußte ein ſolcher Angriff das Hauptmotiv ihres beſchleunigten Vorruͤk⸗ kens ſeyn, beſonders nachdem ſie ſich des wichtigen Beitritts von Sachſen einmal verſichert hatten. Die Stellung des Herzogs von Braunſchweig war in defen⸗ ſioer Hinſicht allerdings ſtark; aber die Verpflegung einer ſo zahlreichen Armee in der nur wenig ergiebi⸗ gen Gegend von Weimar unterlag großen Schwierig⸗ keiten, und die Armee hatte ihre Magazine und Nie⸗ derlagen nicht zunaͤchſt in ihrem Ruͤcken, ſondern, nach einer hoͤchſt unklugen Veranſtaltung, zu Naum⸗ burg und auf andern Punkten ihres außerſten linken
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