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42. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 13 Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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leriſcherweiſe die Lelden dieſer ungluͤcklichen dem Starrſinn der engliſchen Miniſter Schuld gibt, ſo be⸗ dient er ſich ganz derſelben Logik, wie ein italleni⸗ ſcher Banditenhauptmann, der ſeinen Gefangenen mordet, und die Schuld dieſes Verbrechens auf die Verwandten des Gemordeten wirft, die den auf deſ⸗ ſen Leben geſezten Preis zu berichtigen verſaͤumt ha⸗ ben. Eben ſo unzulaͤßig iſt es, wenn er zur Recht⸗ fertigung dieſer Maßregel ſagt, er habe England da⸗ durch vermoͤgen wollen, kuͤnftig in aͤhnlichen Faͤllen die fremden Schiffe in ſeinen Haͤfen nicht mehr in Beſchlag zu nehmen. Dieſe That muß daher in der Geſchichte als eine jener Verfuͤgungen der unbaͤndig⸗ ſten Willkuͤhr bemerkt werden, durch welche Napoleon auf Koſten ſeiner Ehre und ſelbſt ſeines wohlverſtan⸗ denen Nutzens ſeine Leidenſchaft befriedigte.

Die Feſthaltung von harm⸗ und wehrloſen Pri⸗ vatperſonen war eine Verletzung jener heiligen Hu⸗ manitaͤtspflichten, durch deren Beobachtung die Graͤuel des Krieges noch einigermaßen gemildert werden. Die Beſetzung von Hannover war dagegen eine Verletzung der deutſchen Reichsverfaſſung. Dieſes Erbtheil un⸗ ſerer Koͤuige hatte ſich in fruͤheren Kriegen der Vor⸗ theile der Neutralitaͤt zu erfreuen gehabt, weil man zwiſchem dem Kurfuͤrſten von Hannover, einem der großen Lehntraͤger des deutſchen Reiches, und dem Koͤnige von England einen billigen Unterſchied machte. Ilos der leztere befand ſich aber jezt mit Frankrelch