43 er nicht die Beſorgniſſe, welche er erregt hatte, durch ein friedfertiges und gemaͤßigtes Benehmen von ſeiner Seite gehoben, mußte der Argwohn Eng⸗ lands ſtets wachſam ſein, und der Frieden zwiſchen den Nationen ſo prekaͤr als ein bewaffneter Waffen⸗ ſtillſtand erſcheinen. Allein ſolche Betrachtungen ver⸗ mochten ihn nicht von dem auf ſeine perſoͤnliche Ver⸗ groͤßerung abzweckenden und den Argwohn, welchen ſein Karakter bereits eingefloͤßt, erhoͤhenden Maß⸗ regeln abzuſtehen oder ſie hinauszuſchieben. Dieſe Maßregeln waren theils von der Art, daß ſie ſeine Macht in Frankrelch konſolidiren und verlaͤngern, theils das Uebergewicht dieſes Landes uͤber ſeine Nachbarn auf dem Kontinent erhoͤhen ſollten. Durch den Traktat von Luͤneville und den von Tolentino war die Unabhaͤngigkeit der cisalpiniſchen und der helvetiſchen Republiken ausdruͤcklich feſtgeſezt; allein dieſe Unabhaͤngigkeit ſchloß nach Buonaparte's In⸗ terpretation nicht aus, daß ſie zu bloſſen Satelliten reduzirt, in allen ihren Bewegungen von Frankreich und von ihm, dem Beherrſcher von Frankrelch und aller von ihm abhaͤngigen Laͤnder bevormundſchaftet wurden. Als demnach in Frankreich das Direktortum geſtuͤrzt war, ſo war er nicht gemeint, in Italien eine Direktortal Regkerung fortbeſtehen zu laſſen. Es mußten zu dem Ende Maßregeln getroffen wer⸗ den, um in dieſem Lande etwas Aehnliches wie das neue Konſulat in Paris einzufuͤhren. Zu dieſem
Teil eines Werkes
42. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 13 Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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