114 mit ihren krummen Saͤbeln nach den Beinen der Fran⸗ zoſen zu hauen. Allein alles dieß war vergeblich. Nach den unerhoͤrteſten Anſtrengungen, um ihren
Zweck durchzuſetzen, wurden endlich die Mameluken
mit großem Verluſte zuruͤckgeſchlagen und, da ſie kei⸗ ne Schwadronen oder Zuͤge zu bilden wußten, auf ihrer Flucht beinahe voͤllig aufgeloͤst. Der groͤßere Theil wollte nach dem Lager zuruͤcklehren, von jenem In⸗ ſtinkt, wie Napoleon es nennt, getrieben, der Fluͤcht⸗ linge wieder nach dem Orte zuruͤckzieht, von dem ſie hergekommen ſind. Indem ſie dieſen Weg einſchlugen, kamen ſie zwiſchen die Franzoſen und den Nil, und geriethen in ein aͤußerſt moͤrderiſches und anhaltendes Feuer, dem ſie dadurch zu entgehen ſuchten, daß ſie ſich in den Nil warfen, um ſchwimmend das jenſeitige Ufer zu erreichen, ein verzweifelter Verſuch, der nur Wenigen gelang. Ihre Infanterie räumte zu gleicher Zeit das Lager ohne die mindeſte Gegenwehr, fluͤchtete ſich in die Boͤte, um ſich uͤber den Nil zu retten, wobei gleichfalls viele umkamen. Die franzoͤſiſchen Soldaten waren lange nachher noch dam t beſchaͤftigt, die ertrunkenen Mameluken aufzuſiſchen, und fanden bei allen, deren ſie habhaft werden konnten„Geld und andere Koſtbarkeiten. Murad Bey entgieng mit einem Theile ſeiner beſten Mameluken durch eine regelmaͤ⸗ ßigere Bewegung dem Blutbade, und zog ſich durch Gizeh nach Oberaͤgypten zuruͤck.


