Teil eines Werkes 
39. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 10. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26 hoͤchſten Range mußten ſich nach Montebello, dem Hauptquartier Napoleons, begeben, um dort zu er⸗

fahren, was das kuͤnftige Schickſal der Stadt der

Pallaͤſte ſeyn ſollte, wie ſie ſich in ihrem Stolze hieß. Dort bekamen ſie die Grundzüge einer Demokratie, wie Napoleon ſie fuͤr dieſelbe paſſend fand; und es ſcheint, daß er es mit dem Staate ungemein gut meinte, da dieſer zu Folge der von den Franzoſen an⸗ genommenen Weiſe Alles nach einem klaſſiſchen Zu⸗ ſchnitt umzuſchaffen, in der Revolutionstaufe den Na⸗ men liguriſche Republik erhielt. Es ward zwar ver⸗ langt, daß die Franzoſen, welche gelitten haͤtten, ent⸗ ſchaͤdigt werden ſollten, allein weder Kontributionen fuͤr die franzoͤſiſche Armee wurden angeſetzt, noch mußten die Sammlungen und Kunſtkabinette von Ge⸗ nua dem Pariſer⸗ Muſeum irgend einen Tribut bezah⸗ len. Kurz darauf ging die demokratiſche Partei ſo weit, daß ſie den Adel von der Regierung und allen bedeutenden Aemtern ausſchloß, zog ſich aber einen derben Verweis von Buonaparte zu. Er verbot ihnen erdieß, den Vorurtheilen der bedenklicheren Katho⸗ liken ein Aergerniß zu geben, oder ihre Gefuͤhle zu kraͤnken; mit der Erklaͤrung, daß die Ausſchließung des Adels von den oͤffentlichen Aemtern eine empoͤ⸗ rende Ungerechtigkeit, und in der That ebenſo ſtrafbar, als die ſchlimmſten Vergehen der Patrizier ſey. Buo⸗ naparte ſagt, er habe eine Vorliebe fuͤr Genua gehabt; und die verbaͤlemaͤßige Liberalitaͤt, womit er den

1