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„zu gehen, aber ich habe mit dem Kaiſer Friede ge⸗ „ſchloſſen.— Ich habe 80,000 Mann und 20 Kano⸗ „nenboͤte.— Von der Inquiſition will ich nichts mehr „hoͤren, auch nichts vom Senat!— Ich werde Euch „Euer Geſetz vorſchreiben.— Venedig ſoll an mir ſei⸗ „nen Attila haben!— Koͤnnt Ihr Euer Volk nicht „entwaffnen, ſo werde Ich es thun.— Eure Regie⸗ „rung iſt veraltet,— ſie muß vollends zuſammen⸗ „fallen.——
Als Buonaparte in dieſen abgebrochenen, aber doch inhaltſchweren Drohworten zu den Abgeordneten, die vor ihm ſtanden, wie der Argantes des italieniſchen Heldendichters ſprach,— als er ihnen zwiſchen Krieg und Frieden die Wahl ließ, wie ein hoͤheres Weſen, dem alle Gewalt uͤber ſie gegeben war, wußte er noch nichts von dem Blutbade zu Verona, noch nichts von dem Umſtande, daß die Batterien des Forts Lido auf ein franzoͤſiſches Schiff, das, um zwei oͤſterreichiſchen Kriegsſchiffen zu entkommen, in den Hafen einlaufen wollte, Feuer gegeben, daſſelbe in Grund gebohrt, den Kapitaͤn und einige Matroſen getoͤdtet hatten. Durch dieſe neuen Nachrichten mußte der Zorn Napoleons aufs Hoͤchſte gebracht werden. Als jetzt die erſchreckten Abgeordneten mit der groͤßten Vorſicht etwas von einer Geldbuße fallen ließen, war Napoleons Antwort eines Roͤmers wuͤrdig:
„Und koͤnntet Ihr mir alle Schaͤtze von Peru an⸗ „bieten,— das ganze Land mit Gold belegen, ſy


