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38. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 9. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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gekommen feyn; waͤre ich zu fruͤh nach Rom ge⸗ gangen, ſo wuͤrde ich Malland nicht behauptet ha⸗ ben; haͤtte ich es mir endlich in den Kopf geſetzt, nach Wien zu gehen, ſo wuͤrde ich die Republik zu Grunde gerichtet haben.

So geſchickt wußte er das Syſtem zu vertheidi⸗ gen, nach welchem er durch freiwillige Verzichtung auf einen wahrſcheinlich noch erreichbaren Punkt von dem eingeſchuͤchterten Feinde Vortheile erhielt, die ihm der aufs Aeußerſte Gebrachte und darum Verzwei⸗ felnde verſagt haben wuͤrde. Das merkwuͤrdigſte iſt, daß die Kataſtrophe Napoleons nur ein Corollar die⸗ ſer von ihm aufgeſtellten Lehre iſt; denn waͤre er nicht darauf beſtanden, bis nach Moskau vorzudrin⸗ gen, ſo iſt gar nicht abzuſehen, warum er ſich auf dem franzoͤſiſchen Throne nicht haͤtte behaupten ſollen.

Die Bedingungen des Vertrags von Leoben, ſo weit ſolche den Vertretern der franzoͤſiſchen Nation von dem Direktorium bekannt gemacht wurden, betrafen die Abtretung der belgiſchen Provinzen, und einer Grenzlinie am Rhein zu Gunſten Frankreichs, ferner die oͤtterreichiſche Anerkennung einer einzigen aus den bisherigen proviſoriſchen Republiken zu bil⸗ denden italieniſchen Republik. Bald darauf verlau⸗ tete aber, daß Mantua, der Zankapfel ſo vieler blu⸗ tigen Kaͤmpfe, und, wie es ſich aus der Geſchichte dieſer moͤrderiſchen Feldzuͤge ergeben hatte, das wahre

Bollwerk von Italien, wieder an Oeſterreich, dem es