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zum Schuz des repraͤſeutativen Koͤrpers ein beſonde⸗ res Korps.
Da die Theuerung der Lebensmittel und andere Urſachen des Mißvergnuͤgens immer noch aufruͤhre⸗ riſche Bewegungen in Paris veranlaßten, ſo ſah ſich der General des Innern zuweilen genoͤthigt, mit der bewaffneten Macht einzuſchreiten. Man ſagt, daß, als Buonaparte bei einer ſolchen Gelegenheit die verſammelte Volksmenge ermahnt habe, aus ein⸗ ander zu gehen, ein ſtark beleibtes Weib aufgetreten ſei, um das Gegentheil zu rathen.„Achtet nicht auf dieſe Stutzer mit den Epauletten,“ ſagte ſie, „es liegt ihnen wenig daran, ob wir alle verhungern, wenn nur ſie ſich voll und dick freſſen koͤnnen.“— „Seht mich einmal an, gutes Weib,“ ſagte Buona⸗ parte, der damals ſo duͤnn wie ein Schatten war, „und ſagt mir, wer von uns beiden am fetteſten iſt.“ Dies gab die Amazone dem altgemeinen Ge⸗ laͤchter preis, und das Geſindel lief in guter Laune aus einander. Wenn dieſer Sieg Napoleons nicht unter ſeine ausgezeichnetſten gehoͤrt, ſo iſt er doch darum merkwuͤrdig, weil er mit dem geringſten Opfer erkauft worden iſt.
Inzwiſchen fuͤhrten Umſtaͤnde, die wir nach ſei⸗ ner eigenen Angabe erzaͤhlen wollen, den jungen Ge⸗ neral zu einer Bekanntſchaft, die großen Einfluß auf ſein kuͤnftiges Gluͤck gehabt hat. Ein huͤbſcher Knabe von zehn bis zwoͤlf Jahren erſchien in dem


