144 Eroberung dieſer Stadt zu verdanken war, noch nicht
vergeſſen. Von Barras empfohlen, wurde Buonaparte
herbeigerufen. Er war Zeuge von dem Ruͤckzuge Me⸗ nou's geweſen, und erklaͤrte auf die einfachſte Weiſe die urſache dieſes Unfalls, und was im Falle des befuͤrch⸗ teten Angriffs gethan werden muͤſſe. Man war mit dem, was er ſagte, zufrieden, und Buonaparte, au die Spitze der Konventstruppen geſtellt, traf jezt alle Anſtalten zur Vertheidigung deſſelben Pallaſtes, der am 10ten Auguſt unter ſeinen Augen von Iu⸗ ſurgentenhaufen angegriffen und genommen worden war. Allein er war weit reicher an Vertheidigungs⸗ mitteln, als der ungluͤckliche Ludwig. Er hatte 200 Kanonen, die er, vermittelſt ſeines großen kriegeri⸗
cen Talentes, auf das vortheilhafteſte zu verwen⸗
den wußte. Er hatte mehe als 5000 Mann regel⸗ maͤßiger Truypen, und ungefaͤhr 1500 Frelwillige, und war demnach im Stande, den gauzen Umfang der Tuillerien zu vertheidigen, auf allen dahln füh⸗ renden Zugaͤngen Poſten aufzuſtellen, die Bruͤcken zu beſetzen und ſo die auf beiden Seiten des Fluſſes
gelegenen Sektionen von einander getrennt zu hal⸗
ten, und endlich noch eine ſtarke Reſerve auf dem Platze Ludwigs XV., oder dem ſogenannten Revolu⸗ tionsplatze aufzuſtellen. Alle dieſe Anordnungen muß⸗
ten in wenigen Stunden getroffen werden; denn Buonaparte wurde erſt ſpaͤt in der Nacht vor dem
Ein
Gefechte zum Nachfolger Menou's eruannt.
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