N 4
——
—
127
Schaden gekommen und alles Eigenthum im ganzen Koͤnigreich in ſeiner Grundlage erſchuͤttert worden. Daſſelbe galt von den Kirchenguͤtern. Der aller⸗ chriſtlichſte Koͤnig konnte ſeinen Thron nicht wieder einnehmen, ohne das Kirchengut, wo nicht ganz, doch wenigſtens zum Theil, wieder herzuſtellen. Die Maſſe derjenigen laͤßt ſich gar nicht berechnen, die als Beſitzer der Nationalguͤter, d. h. des Eigenthums der Kirche und der Emigranten zunaͤchſt durch ihr Intereſſe beſtimmt wurden, ſich der Wiederherſtellung der Bourbons zu widerſetzen. Die revolutionaͤre Negierung hatte die gemeine und grelle, aber hoͤchſt ſtaatskluge Marime des ſchottiſchen Reſormators be⸗ folgt.„Reißt die Neſter nieder,“ ſagte Knor, als er die Menge aufforderte, die Kirchen und Abteien zu zerſtoͤren,„und die Kraͤhen werden davon fliegen.“ Durch die Vergendung und Verſchleuderung der Emigranten⸗ und Kirchenguͤter hatte die franzoͤſiſche Regierung die Ruͤckkehr der urſpruͤnglichen Beſitzer faſt unmoͤglich gemacht. Die ſogenannten Kavaliers in dem großen Buͤrgerkriege Englands waren zwar ausgeſaugt und arm gemacht worden; allein ſie hat⸗ ten, im Ganzen genommen, ihre Guͤter dennoch be⸗ halten; und ſie behaupteten, obſchon unterdruͤckt und arm, den Einfluß einer zwar verringerten, aber nicht vernichteten Nationalariſtokratie. In Frankreich da⸗ gegen war der Einfluß, den das Grundeigent hum ge⸗ waͤhrt, in ganz andere Haͤnde gekommen, die das Ere
8


