60 den vielfachen Gefahren des Soldatenlebens war die der Guillotine, nur eine geringe Zugabe zu denen des Schwerts und der Muskete), die fuͤr den Muth und den Ehrgeiz, vereint mit dem Vertrauen jedes Einzelnen auf ſein gutes Gluͤck, ſeine unſichere Stellung nicht viel verſchlimmerte. Wenn ſolche Strafe eintrat, unterwarfen ſich ihr die Generale als einem der Zufaͤlle, die im Gefolge des Krieges ſind; und die Ueberlebenden dienten der Republik ebenſo willig und unbedingt. Bei dieſen bewundernswuͤrdigen Eigenſchaften und Talenten, dieſer Denkart und Handlungsweiſe, welcher die republikaniſchen oder vielmehr revolntio⸗ naͤren Armeen folgten, bedurfte es nur des leiten⸗ den Genies eines beruͤhmten Mannes wie Carnot,
*) Die Gefahr erſchien als erwas ganz Natürliches Madam La Roche Jacquelin berichtet uns, daß General Quentineau⸗ ein republikantſcher Offizier, der ſich mit vieler Menſchlich⸗ keit in der Vendee benommen hatte, als er in die Hände der Inſurgenten fiel, von L'Esvoure, der dieſe kommandinte, angelegentlich gebeten wurde, nicht nach Paris zurückzukeh⸗ ren.„Ich kenne die Verſchiedenheit unſrer politiſchen Anſich⸗ ten,“ ſagte der Royaliſt;„aber warum wollten Sie Ihr geben in die Macht von Menſchen geben, bei denen das Miß⸗ lingen eines Unternehmens ein hinlänglicher Grund ſeyn wird, es abzukürzen?“—„Sie haben Recht,“ entgegnete Quentineau;„aber als Mann von Ehre muß ich mich zur Vertheidigung meines Benehmens ſtellen, wo es auch immer mag angeſchuldigt werden?“ Er ging ab, und kam ſonach un⸗ 8 ter der Guillotine um.—
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