24 heit geneigt machte. Hiezu ſoll ſeine erſt kuͤrzlich erfolgte Verheurathung mit Madame Fontenai vie⸗ les beigetragen haben. Dieſe, als Royaliſtin gebo⸗ ren und erzogen, war ſelbſt ein Opfer des Geſetzes uͤber die Verdaͤchtigen geweſen, und aus dem Ge⸗ faͤngniß entlaſſen, um ſich mit einem republikani⸗ ſchen Staatsmann zu vermaͤhlen, und dadurch auch auf ſein oͤffentliches Leben Einfluß zu uͤben. Bar⸗ ras, der, weil er am 9ten Thermidor die bewaff⸗ nete Macht befehligt hatte, der Held dieſes Tages genannt werden kann, galt gleichfalls fuͤr einen Mann, der ſich zur Menſchlichkeit und Maͤßigung hinneigte. So geneigt Tallien und Barras aber auch ſeyn mochten, das monſtroͤſe Syſtem, das in Frankreich Wurzel gefaßt hatte, das ſich aber ſchlechterdings nicht laͤnger behaupten ließ, abzu⸗ ſchaffen, ſo mußten ſie doch auch hinwiederum dar⸗ auf bedacht ſeyn, der Rachſucht Graͤnzen zu ſetzen, zu einer Zeit, wo, wenn begangene Gewaltthaten mit zu großer Strenge unterſucht und beſtraft wur⸗ den, wie Carrier ſagte, in dem ganzen Konvent vielleicht nur der Stuhl des Praͤſidenten und ſeine
locke unſchuldig befunden werden duͤrften. Die Thermidoriſten waren hievon dergeſtalt uͤberzeugt, daß ſie Lecointre nicht unterſtuͤtzen wollten, als er eine allgemeine Anklage gegen den Wohlfahrts⸗ und Sicherheitsausſchuß vorbrachte, worin er, trotz ih⸗ res letzten Kampfes mit Robespierre, ihre enge


