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befehligt war, welche ſich bei dieſem Vorfalle mit eben ſo viel Vorſicht als Muth benahmen.
Aber das Gluͤck oder der Daͤmon, dem er ge⸗ dient, bot Robespierre'n noch einen Weg zur Ret⸗ tung, oder gar zur Herrſchaft an; denn die Augen⸗ blicke, welche ein Mann von Entſichloſſenheit zum Entkommen benuͤtzt haͤtte, wuͤrde ein Mann von verzweifeltem Muth zur Erkaͤmpfung des Siegs ver⸗ wendet haben, der dem kuͤhnſten Bewerber vielleicht nahe lag, wenn man den getheilten und ungeord⸗ neten Zuſtand der Hauptſtadt in Erwaͤgung zieht. Die verhafteten Deputirten wurden von einem Ge⸗ faͤngniß zum andern gefuͤhrt, da alle Kerkermeiſter ſich weigerten, Robespierre'n und die, welche ihm behuͤlflich geweſen waren, ihre dunkeln Behauſun⸗ gen mit einer ſolchen Fluth von, Bewohnern zu fuͤl⸗ len, unter ihren Gewahrſam zu nehmen. Endlich wurden die Gefangenen in der Geſchaͤftsſtube des Wohlfahrtsausſchuſſes untergebracht. Aber waͤhrend dieſer Zeit war großer Laͤrm auf dem Gemeindehaus von Paris, wo Fleuriot, der Maire, und Payan, der Nachfolger Hebert's, den Buͤrgerausſchuß zu⸗ ſammenriefen, Municipalbeamte abſchickten, um Stadt und Vorſtaͤdte in ihrem Namen zum Auf⸗ ſtand zu bringen, auch die Sturmglocke laͤuten lie⸗ ßen. Payan brachte ſchnell eine hinreichende Macht zuſammen, um Henriot, Robespierre'n und die an⸗ dern verhafteten Deputirten zu befreien und ſie


