Teil eines Werkes 
31. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 7. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſelbſt und dem Geſetze ſchuldig waren, und das der Beſtrafung des Demagogen das Gewicht eines feier⸗ lichen und uͤberlegten Urtheilsſpruchs gegeben haben wuͤrde, ſtatt daß es jetzt das Reſultat eines mit Haſt und Ungeſtuͤm ergriffenen Vortheils zu ſeyn ſchien.

Eile war indeſſen noͤthig, und mußte in einer ſolchen Kriſis noh nothwendiger erſcheinen, als es wirklich der Fall war. Vieles muß man dem Schrecken des Augenblicks, dem entſetzlichen Ka⸗ rakter des Schuldigen und der dringenden Noth⸗ wendigkeit, es zu einer Entſcheidung zu bringen, zu gute halten. Man hat uns berichtet, ſeine lezten hoͤrbaren Worte, die er unter dem allgemeinen Ge⸗ ſchrei, und dem unaufhoͤrlichen Gelaͤute der Praͤſi⸗ dentenglocke, mit ſeiner gellenden Stimme im Tone der hoͤchſten Verzweiflung ausgerufen, ſeyen gewe⸗ ſen:Praͤſident dieſer Moͤrderverſammlung, ich ver⸗ lange zum letztenmal gehoͤrt zu werden! Dieſe Worte ſollen Vielen, die ſie gehoͤrt, lang im Ge⸗ daͤchtniß geblieben ſeyn, und ſie in ihrem Schlafe aufgeſchreckt haben; nach dieſer lezten Anſtreugung wurde ſein Athem beengt, und als er hierauf noch einige gebrochene Worte und heiſere Toͤne ausſtieß, riefen die Mitglieder des Bergs aus: Das Blut Dantons erſticke ſeine Stimme.

Der Tumult endete ſich mit einem Verhafts⸗ delret gegen Robespierre, ſeinen Bruder, Couthon