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„Dieß“, ſagte er,„iſt eines von den Erzeugniſſen, die Allah zum Seegen auf die Erde gefandt hat, ob⸗ ſchn dit Schwaͤche und Verderbtheit des Menſchen es manchmal in Fluch verwandelt hat. Es vermag, wie der Weinbecher des Nazareners, den Vorhang uͤber das ſchlafloſe Auge zu ziehen, und die Buͤrde des uͤberla⸗ denen Buſens zu erleichtern; wird es aber zur Schwel⸗ gerey und zur Ueppigkeit angewendet, ſo ſchwaͤcht es die Nerven, zerſtoͤrt die Kraft, richtet den Verſtand zu Grunde, und untergraͤbt das Leben; allein ſcheue Dich nicht, Dich ſeiner wohlthaͤtigen Kraͤfte zur Zeit der Noth zu bedienen, denn der weiſe Mann erwaͤrmt ſich an demſelben Feverbrand, mit welchem der Raſende das Zelt anzundet.
„Ich habe ſchon zu viele Proben von Deiner Geſchicklichkeit, weiſer Hakim“, ſagte Sir Kenneth⸗ „als doß ich Dein Geheiß bekaͤmpfen ſollte;“ mit dieſen Worten trank er das Schlafmittel, das mit einigem Waſſer von der Quelle vermiſcht war, huͤllte ſich dann in den Haik oder arabiſchen Mantel, der an ſeinen Sattelknopf befeſtigt geweſen war, und legte ſich nach der Anweiſung des Arztes bequem in den Schau⸗ ter, um die verheißene Ruhe abzuwarten. Anlaͤnglich kam kein Schlaf, ſondern an deſſen Statt eine Reihe angenehmer, jedoch nicht aufregender oder erweckender Gefuͤhle. Hierauf folgte ein Zuſtand, in welchem der Ritter, obſchon ſeiner Identitaͤt und ſeiner Lage bewußt,⸗ ſich in den Stand geſetzt füͤhlte, ſie nicht nur ohne Be⸗ trühniß und Gram, ſondern auch ſo ruhig zu betrach⸗


