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Grabe trennt, das nach Dir gaͤhnt, einem Grabe, in das Du ſinken wirſt, ohne Nachkommenſchaft zu hinterlaſſen, ohne von einem Volke beweint zu wer⸗ den, das Deine endloſen Kriege erſchoͤpften— ohne die Kenntniß Deiner Unterthanen erweitert, ohne et⸗ was zur Erhoͤhung ihrer Gluͤckſeligkeit gethan zu haben.“ 8.„Allein nicht ohne Nuhm, Moͤnch— nicht ohne die Thraͤnen der Dame meines Herzens! Dieſe Troͤ⸗ ſtungen, welche Du weder kennen noch wuͤrdigen kannſt, begleiten Richard ins Grab.
„Den Werth des Lobs eines Minneſaͤngers und die Liebe eines Weibes, und weiß ich nicht Beides zu wuͤrdigen!“ entgegnete der Einſiedler in einem Tone, der einen Augenblick lang mit dem Enthuſiasmus des Koͤnigs Richard ſelbſt zu wetteifern ſchien.„Koͤnig von England,“ fuhr er fort, ſeinen abgezehrten Arm ausſtreckend,„das Blut, das in Deinen blauen Adern kocht, iſt nicht edler, als das, welches in den meini⸗ gen ſtockt. So karg und kalt die Tropfen ſind, ſo ſind ſie doch vom Blute des koͤniglichen Luſignan— des heldenmuͤthigen und tugendhaften Gottfried. Ich bin, daß heißt, ich war, als ich noch in der Welt lebte— Alberich Mortemar—
„Deſſen Thaten,“ ſaate Richard,„ſo oft die Po⸗ ſaune der Fama gefuͤllt haben! iſt dem ſo⸗ kann dem wirk⸗ lich ſo ſeyn?— Konnte ein ſolcher Stern, wie der Deinige, vom Horizonte der Ritterſchaft verſchwinden, und die Menſchen doch ungewiß bleiben, wohin ſeine Aſche gefallen iſt?“ 3 *„Suche einen gefallenen Stern,“ ſagte der Ein⸗ ſiedler,„und du wirſt bloß auf eine garſtige Maſſe ſtoßen, die, als ſie durch den Horizont ſchoß, einen augenblicklichen Glanz annahm. Richard, wenn ich glaubte, Dein ſtolzes Herz wuͤrde ſich der Gunſt der Kirche unterwerfen, wenn ich den blutigen Schleyer von meinem ſchrecklichen Schickſale hinwegnähme, ſo koͤnnte ich es wohl uͤber's Herz bringen, Dir eine Geſchichte zu erzaͤhlen, welche ich bisher im Verbor⸗
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