35 und Deine Geſetzbuͤcher, ſo wie die unſrigen verbie⸗ ten dem Menſchen, in das Heiligthum ſeines Lebens zu brechen.
„Gott verhuͤte,“ erwiederte der Schotte, ſich kreuzend;„allein es iſt uns auch verboten, der Strafe zu entfliehen, die unſere Verbrechen verdient haben, und da Ihr ſo armſelige Anſichten von der Treue habt, Hakim, ſo verdruͤßt es mich, daß ich Ench meinen guten Hund geſchenkt habe; denn falls er am Leben bleiben ſollte, wird er einen Herrn haben, der ſeinen Werth nicht zu ſchaͤtzen weiß.“
„Wer ſich wegen einesgegebenen Geſchenks graͤmt, hat daſſelbe ſchon wieder zuruͤckgefordert,“ ſagte El Hakim;„nur ſind wir Aerzte eiblich verpflichtet, keinen Kranken ungeheilt fortzuſchicken. Genest der Hund daher, ſo iſt er wiederum der Deinige.“
„Still damit, Hakim!“ antwortete Sir Kenneth; „der Menſch ſoll nicht von Falken oder Hunden ſpre⸗ chen, wenn zwiſchen ihm und dem Tode nur noch eine Stunde uͤbrig iſt. Verlaß mich, damit ich mich an meine Suͤnden erinnere, und mich mit dem Him⸗ mel ausſoͤhne.“
„Ich verlaſſe Dich in Deiner Verſtockung,“ ſagte der Arzt;„Der Nebel verbirgt denen den Abgrund, die in denſelben hinabzuſtuͤrzen verurtheilt ſind.“
Er zog ſich langſam zuruͤck, wandte ſich aber von Zeit zu Zeit um, gleichſam um zu ſehen, ob ihn der ungluͤckliche Ritter durch Zeichen oder Worte
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