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und veraͤchtlichſten Mitglieder des Adels war. Trotz ſeiner Gewohnheit, bei voruͤbergehenden Ereigniſſen
eden paſſiven Zuſchauer zu ſpielen, zerbrach ſich da⸗
her der Baron den Kopf mit ungewohnten⸗ Verſuchen“, Muthmaßungen uͤber die Urſache dieſer Erſcheinung anzuſtellen.,—
Endlich kam er ploͤtzlich auf den Gedanken, das Ganze könnte wohl eine, innerhalb des Lagers der
Verbuͤndeten angezettelte Verſchwoͤrung gegen Koͤnig
Richard ſeyn, welcher der Biſchoff, der von manchen
als ein weltkluger und eben nicht ſehr bedenklicher
Mann. geſchildert wurde, wahrſcheinlicherweiſe bei⸗
getreten war. Zwar gab es, ſeiner eigenen Mei⸗ nung zu Folge, keinen vollkommeneren Charakter, alv den ſeines Herrn; denn Richard war der Spiegel der Ritterſchaft, das Oberhaupt der chriſtlichen An⸗ füͤhrer, und gehorchte in allen. Punkten den Geboten der heiligen Kirche; weiter giengen de Vaux's Ideen von Vollkommenheit nicht. Allein er wußte, daß es, obwohl unverdienterweiſe, ſtets das Schickſal ſei⸗
nes Herrn war, ſich durch ſeine Thaten und ſeine
Handlungsweiſe ebenſowohl Vorwuͤrfe und Mißfallen zuzuziehen, als Ehre und Anſehen zu erringen; und daß es im Umkreiſe des Lagers ſogar, und unter den eidlich zum Kreuzzuge verpflichteten Fuͤrſten viele gab, die alle Hoffnungen des Sieges dem Vergnuͤgen
aufgeopfert haben wuͤrden, Richard von England ins
Merderben zu ſtuͤrzen, oder wenigſtens⸗zu demuͤthigen.


