„Heilige Jungfrau! warum ſagtet ihr mir nichts von ſeiner Ruͤckkehr?“ rief der Biſchoff in ſichtbarer Beſtuͤrzung aus.
„Sagte ich nicht, daß ebendieſer Ritter vom Leo⸗
parden in Geſellſchaft dieſes Arztes zuruͤckgekehrt ſeye—.
Ich glaube wenigſtens, daß ich es geſagt habe!“ entgegnete de Vaux gleichguͤltig;„doch was hat ſeine Ruͤckkehr mit der Geſchicklichkeit des Arztes oder der Heilung Sr. Majeſtaͤt zu thun?“—
„Viel, Sir Thomas, ſehr viel,“ ſagte der Bi⸗ ſchoff, die Haͤnde zuſammenpreſſend, ſeinen Fuß gegen den Boden ſtemmend, und unwillkuͤhrliche Zeichen von Unruhe von ſich gebend.„Doch, wo kann er nun ſeyn, dieſer Ritter?“—
— Gott ſey mit uns— hier koͤnnen gefaͤhrliche Irrthuͤmer obwalten!“—
„Iener Sklave in dem außern Raume“ ſagte de Vaur, nicht wenig uͤber die Gemuͤthsbewegung des Biſchoffs verwundert,„kann uns wahrſcheinlich ſagen, wohin der Ritter gegangen iſt.“
Der Purſche wurde herbei gerufen, und in einer thnen faſt unverſtaͤndlichen Sprache gab er ihnen end⸗ lich zu verſtehen, daß ein Offizier den Ritter in das koͤnigliche Zelt, einige Zeit vor ihrer Ankunft in dem ſeinigen, gerufen habe. Die Unruhe und Beſtuͤrzung des Biſchoffs ſchien aufs Hoͤchſte zu ſteigen, und fiel ſelbſt dem Baron auf, obſchon dieſer weder ein ſchar⸗
fer Beobachter, noch von Natur aranohniſe war. Allein
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