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„Nicht ganz, gnaͤdiger Herr,“ erwiederte der Schildknappe in ſchwachem Tone.„Mein Schlaf war lang und voll Traͤume. Doch weiß ich, daß Ihr ein großer engliſcher Lord ſeyd, wie ſich dies an dem ro⸗ then Kreuze erkennen laͤßt; und dieſer iſt ein heiliger Praͤlat, um deſſen Segen ich, ein armer Suͤnder, flehe.,
„Du haſt ihn— Benedictio Domini sit vobis- eum—“ ſagte der Praͤlat, das Zeichen des Kreuzes machend, ohne jedoch dem Bette des Kranken naͤher zu treten.
„Eure Augen ſind Zeugen,“ ſagte der Araber, daß das Fieber bezwungen iſt.— Er ſpricht mit Ruhe und Beſinnung,— ſein Puls ſchlaͤgt ſo ruhig, wie der Eurige; unterſucht ſeine Schlaͤge ſelbſt.“
Der Praͤlat lehnte den Verſuch ab, allein der ent⸗ ſchloſſeneré Baron ſtellte ihn an und uͤberzeugte ſich, daß das Fieber in der That verſchwunden war.
„Das iſt hoͤchſt wunderbar,“ ſagte der Ritter, den Biſchof anblickend;„der Mann iſt ſicherlich hergeſtellt. Ich muß dieſen Arzt ſogleich in Koͤnig Richards Zelt fuͤhren. Was meinen Eure Ehrwuͤrden?“
„Bleibt, laßt mich die eine Kur vollenden, ehe ich die andere beginne,“ ſagte der Araber;„ich will mit Euch gehen, wenn ich meinem Patienten die zweyte Schaale dieſes heiligen Elerirs gereicht habe.
Mit dieſen Worten zog er eine ſilberne Schaale hervor, fuͤllte ſie mit Waſſer aus einer neben dem


