25 ler Guͤte fragen, ob Ihr den Befehl nicht kennt, d Niemand unter dem Range eines Grafen im Lager des Koͤnig Richard Jagdhunde halten darf, ohne die koͤnigliche Erlaubniß, die, wie ich glaube, Euch nicht ertheilt worden iſt?— Ich ſpreche als Stallmeiſter.“
„Und ich antworte als ein freyer ſchottiſcher Ritter“ ſagte Sir Kenneth in ernſtem Tone.„Fuͤr jetzt folge ich dem Banner Englands, allein ich kann mich nicht erinnern, daß ich mich je deſſen Forſt⸗ Geſetzen unterworfen haͤtte, auch iſt meine Achtung vor ihnen nicht ſo groß, daß ich mich entſchließen koͤnnte, dieß zu thun. Wenn die Trompete zu den Waffen ruft, ſo iſt mein Fuß im Steigbuͤgel, ſo⸗ bald als nur irgend ein anderer,— wenn ſie zum Angriffe ſchallt, ſo iſt meine Lanze nicht die letzte, die eingelegt wird. Allein was meine freien oder muͤſſigen Stunden betrifft, ſo hat Koͤnig Richard kein Recht, meine Erholung zu beſchraͤnken.“)
„Deſſen ungeachtet,“ ſagte de Vaur,„iſt es eine Thorheit, des Koͤnigs Befehle zu mißachten— ich will Euch daher mit Eurer Erlaubniß, da ich in die⸗ ſer Sache ein Wort zu ſprechen habe, einen Freibrief fuͤr meinen Freund da ſenden.“
„Ich danke Euch,“ ſagte der Schotte kalt,„al⸗ lein er kennt das mir zugetheilte Quartier, und in⸗ nerhalb deſſelben kann ich ihn ſelbſt ſchuͤtzen;— und doch,“ ſagte er, ploͤtzlich ſeinen Ton aͤndernd,„dieß iſt bloß eine kalte Erwiederung einer wohlgemeinten


