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möchte meinen Sohn wiederſehen; ich möchte die Be⸗ ruhigung haben, daß er das, um welches ich ihn aus⸗ geſchickt, heimbringt. Sagen Sie, Doctor, glauben Sie wol, daß ich noch drei Wochen leben kann, bis daß Marco wieder hier iſt?“
„Ja, ich hoffe es“, erwidert der Doctor, aber er vermeidet es, den großen, feſt auf ihn gerichteten Blicken des Barons zu begegnen.
„Sie hoffen es!“ wiederholte er mit einem tiefen Seufzer.„Ich verſtehe, lieber Doctor; Sie hoffen es, aber Sie wiſſen es nicht gewiß. Nun, vieleicht iſt Gott gnädig und gönnt mir das Leben, bis Marco wieder bei mir iſt; aber ſagen Sie nichts von Ihren Befürchtungen zu meiner Gattin; ſagen Sie ihr nur von Ihren Hoffnungen.“
Der Doctor ſagte der Baronin auch nichts davon; er ſagte, ſie ſolle nur Muth faſſen, ſie ſolle nicht wei⸗ nen und ſolle vor allen Dingen dem Baron kein trau⸗ riges Geſicht und keine ängſtliche Miene zeigen, ſondern ihm harmlos und freundlich begegnen. Es werde Alles vorübergehen und der Baron werde wieder geneſen.
„Gott gebe es, Gott gebe es“, ſeufzte Olympia mit einem Blick zum Himmel.„Ach, lieber Schwager, ſtehen Sie mir bei und tröſten Sie mich; ich ängſtige


