Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Er geht in der nächſten Zeit gar nicht, wie er ſonſt ſo oft gethan, hinauf auf das Schloß, und er fragt auch Sophie nicht, wie es den Verwandten ergehe.

Am nächſten Sonntag begibt er ſich in die Kirche und predigt zu ſeiner Gemeinde mit begeiſterten Wor⸗ ten und ſpricht zu ihnen von dem einzigen Gute, nach welchem wir Menſchen alle trachten müſſen, von der Liebe Gottes und von der Barmherzigkeit, und er er⸗ mahnt ſie mit gar frommen Worten, daß ſie ſollen das irdiſche Gut verachten und nur nach dem himmliſchen Gute ſich ſehnen, und daß ſie mit dem Bettler theilen ſollen das letzte Stück Brot, und denen, welche ſie um den Rock bitten, auch den Mantel geben ſollen, wie es der Herr Jeſus Chriſtus befohlen hat in ſeiner Berg⸗ predigt.

Was nützet uns irdiſches Gut und irdiſche Habe, wenn wir nicht beſitzen das einzige unvergängliche Gut: ein reines Gewiſſen, und wenn nicht die Liebe Gottes unſere höchſte Habe iſt?

Er ſpricht gar gewaltig und gar eindringlich heute der Herr Paſtor, und die armen Bauern, welche ſich mühen die ganze Woche um des Lebens Nothdurft willen, die fühlen ſich heute gar ſtolz und erhoben in dem Bewußtſein ihrer Armuth und ſchauen, als ſie