zu laſſen. Man wird dort leider viele Kranke finden, aber keinen, welchen ich der Juſtiz zu verbergen trachte. Daſſelbe gilt von dieſem Unglücklichen hier“, fuhr er fort, indem er hindeutete auf den jungen Mann, der immer noch zu ſeinem Füßen lag und das Haupt in ſeinen Händen verborgen hielt.„Er hat in einem Anfalle des Wahnſinns mit Hilfe eines treuloſen, von ihm beſtochenen Wärters entfliehen können. Ich forſchte in der Stille mehrere Wochen nach ihm und benach⸗ richtigte ganz in der Stille ſeine Familie, denn gerade um dieſer Familie willen ſuchte ich die Oeffentlichkeit zu vermeiden. Dann aber, als es vergeblich war, ihn aufzufinden, wendete ich mich ſelbſt an die Gerichts⸗ behörte und forderte von ihnen, Nachforſchungen zu halten. Man wird mir zugeben, daß ich nichts ver⸗ heimlicht und beſchönigt habe, ſondern frei und offen alle Verhältniſſe darlegte. Und jetzt will man mich anklagen und beſchuldigen? Weßhalb? Ich weiß es nicht. Aber ich erwarte mit Ruhe und in vollem Bewußt⸗ ſein meiner Unſchuld die Entſcheidung unſerer Richter.“
Als er geendet hatte und mit ſtolzem Blicke um ſich ſchaute, ging ein lautes Beifallsgemurmel durch die Reihen der Zuhörer, und der Vorſitzende des Gerichtes mußte mit ſtrengem Tone die Weiſung ergehen laſſen, daß man die Zuhörerräume leeren müſſe, wenn die Zu⸗


