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Gefallenen auf, legte ſie auf Bahren, trug ſie mit Blumen bekränzt vors Schloß, blutbefleckte zornglühende Geſellen umgaben dieſe Leichen, ihr Wuthgebrüll er⸗ füllte die Lüfte, man rief den König.
Er erſchien, am Arme die weinende Königin, tief gebeugt, das Antlitz bleich und entſtellt, die Stirn vom Gram durchfurcht.
Man ſchrie hierauf, er ſolle das Haupt vor den Todten entblößen, er that es. Man hob die entſtellten Leichen empor, dieſe zerfetzten blutigen Körper. Der König wollte ſprechen, aber der Pöbel brüllte.
Der König mußte jetzt das Vertrauen büßen, das er in die Stadt geſetzt. Er that es in Demuth wie ein echter Chriſt, aber dieſer Tag, dieſe Zeit hat den ganzen Mann gebrochen, ihn welk gemacht, wie der Froſt eine Blüthe. Man zwang ihn, die Volksbewaff⸗ nung zu verordnen, die Miniſter abzudanken, volks⸗ thümliche zu erwählen. Es gelang, den ganzen Haß, den man gegen den König getragen, auf den Prinzen von Preußen, das Haupt der Militärpartei zu ſchie⸗ ben Das Volk ſchrieb ſich den Sieg zu, aber es ver⸗ rammelte die Thore Berlins bei dem bloßen Gerücht, der Prinz käme mit den Ruſſen. Das Drohgeſpenſt der Truppen vor den Thoren hielt den Pöbel ab, noch Schlimmeres zu wagen, als am 19. März geſchehen


