Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 3. Band (1874)
Entstehung
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unſer Geld, unſere Habe nehmen, mögen Sie mir ſelbſt den ehrlichen Namen mit Koth bewerfen, ich will nicht klagen, ich werde es Gott überlaſſen, die Prüfung, die er mir geſandt, zu erſchweren oder zu mildern, nach ſeinem Wollen und Gefallen.

Williams blickte ſie mit Bewunderung, aber auch mit tiefer Wehmuth an. Was mußte dieſes ſchöne, ſtolze Weib gelitten und gekämpft haben, um alſo ge⸗ brochen zu ſein! Wie mußte die Angſt um den Sohn das Herz der Mutter zerriſſen haben, daß ſie den Kampf aufgeben wollte, den ſie im Gefühl beleidigter Ehre ſo ſtürmiſch gefordert! Wahrlich, hier hatten Kummer, Gram und Sorge das Herz von jedem menſchlichen Fehl geläutert und es zu jener Demuth geführt, welche die Frommen preiſen und heucheln, aber ſo ſelten beſitzen!

Ermannt und begeiſtert von dem Gefühle, daß ſeiner Schutzbefohlenen ſelbſt die Trübſal zum Segen gereiche und daß er ein Weſen vertrete, daß den Schutz ſeines Rechtes Gott allein in die Hände glegt, machte ſich Williams auf den Weg, Streber aufzuſuchen. Das Gefühl des Widerwillens und Ekels, das ihn bei dem Gedanken beſchlich, noch einmal dieſen Menſchen ge⸗ genüber ſtehen zu müſſen, ward parallyſirt durch die frohe Zuverſicht, ihn diesmal trotz jeder Maske der