Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 2. Band (1874)
Entstehung
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2,.

Du haſt Recht gethan, lächelte der Vater.Daran habe ich nicht gedacht, gib ihm auch noch wollene Socken von mir.

Papa, Du haſt ja blos zwei Paar.

Gib ihm die beſten, der Monat iſt bald herum, dann kaufen wir uns Wolle zu neuen.

Auf dieſe Weiſe, erzählte der Kronprinz, überboten ſich Vater und Tochter in chriſtlichem Wohlthun, daß dem bettelnden Fürſten die Augen vor Rührung über⸗ gingen. Die Tochter des Geiſtlichen nöthigte ihn beim Hinausgehen, ſeine Mahlzeit zu beenden, damit er nichts mehr für ſich brauche. Der Fürſt aber konnte ſich nicht länger halten vor Bewegung, er ergiff in der Thüre die Hand des Mädchens, drückte ſie und rief: Nicht Gott allein, auch die Menſchen werden Ihnen Ihre Barmherzigkeit lohnen.

Wer, meine Herren, rief der Kronprinz, als er geendet,iſt nun der Würdigere von Beiden, der hoch⸗ geſtellte Prälat oder der arme Geiſtliche?

Die Geſellſchaft ahnte nicht, was dieſe Frage be⸗ bedeutete. K.... k, der mit allen Zeichen der Ent⸗ rüſtung dem Anfang der Erzählung gelauſcht, rief zu⸗ erſt:Natürlich der Mann, der Chriſti Wort übt.

Richter ſprach kein Wort, aber er war ſeltſam bewegt und immer ſchaute er den Kronprinzen an, als