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röthe überlief ihre Wangen,„Georg kommt, um Ab⸗
ſchied zu nehmen? Ich wußte nicht, daß er——“
Sie verſtummte plötzlich und ſenkte wie beſchämt die
Augen nieder.
Olympia ließ ihre Blicke mit einem leiſen Lächeln auf dem errötheten Angeſicht Mariens einen Moment ruhen und legte dann ihre Hand ſanft auf den Arm der Tochter.„Komm Marie“, ſagte ſie,„wir wollen hinuntergehen in den Garten! Die Sonne ſcheint ſo hell und prächtig und die Luft iſt ſo balſamiſch; wir woelen Alle zuſammen einen Spaziergang machen.
Marco geht, den lieben Couſin Georg zu holen und er führt ihn zu uns in den Garten.“
4 Und während Marco, dem Befehl der Mutter ge⸗ mäß, von dannen eilte, wendete ſich Olympia zu dem Prediger:„Sie begleiten uns, nicht wahr, Herr Pa⸗ ſtor?“
„Ich habe nur wenige Minuten noch“, erwiderte der Pfarrer;„man ſpeiſet nicht zu ſo vornehmer Stunde drunten im Pfarrhaus, und Cornelia, meine Gattin, würde mir zürnen, wenn ich über die Zeit hinaus bliebe. Ich bitte daher die Frau Baronin, mich heute zu ent⸗ ſchuldigen und mir zu vergeben, wenn ich meinen Herrn Bruder bitte, mir einige Augenblicke allein zu ſchenken;
ich habe in geſchäftlichen Dingen mit ihm zu reden.“


