Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

178

Ja, Olympia, Du haſt Recht, da gab es nur einen Gott der Liebe, ſagte der Baron, den Arm um die Geſtalt ſeines Weibes ſchlingend und ſie dicht an ſich drückend.Zu dieſem großen, allmächtigen Geiſte der Liebe beteten wir damals und glaubten an ihn und ſchwuren ihm, daß wir ihm treu ſein wollten, das heißt treu der Liebe und uns ſelbſt! Und wir haben den Schwur gehalten, Olympia, bis zu dieſer

Stunde und ſind durch das Leben gewandelt Hand in Hand in ſeligem Frieden, in ſeligem Glück. Es war ein ſchöner Tag, Olympia, da ich Dich fand, und wie ich eintrat in die armſelige Blockhütte Deines Vaters und Dich ſchaute, da war es mir, als wäre ich plötz⸗ lich in einen Zauberpalaſt verſetzt, und eine gute glück⸗ liche Fee trat mir leuchtend entgegen und grüßte mich und kündete mir das Glück meiner Zukunft! O, ich danke Dir, Olympia, daß Du mich gemahnt haſt an jene ſchöne Zeit.

Ja, es war eine ſchöne Zeit und es iſt noch eine ſchöne Zeit! flüſterte Olympia, mit Thränen der Rührung zu ihm aufblickend,und nun komme ich, Alphons, mit einer recht großen Bitte an Dich, oder vielmehr wir Beide kommen mit dieſer Bitte, ich und Deine Tochter, und ſicherlich auch würde Marco ein⸗ ſtimmen, wenn er bei uns wäre.