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cher mit einem ſchweren Seufzer,„ſo iſt leider mein Name!“
„Leider!“ ſagte der König haſtig.„Ah, Sie wiſſen alſo ſchon, wer mir heute Morgens ſchon Kummer bereitet hat?“
„Ich weiß es leider, Majeſtät. Ich war bei meinem Bruder und flehte zu ihm im Namen Gottes und der heiligen Religion, ſich nicht zu verſündigen an unſerem gnädigſten König. Allein er hörte nicht auf mich, er mißachtete das Wort des Flehens, und die böſen Ideen, welche er eingeſogen hat da drüben in dem ſogenannte Lande der Freiheit, welches ich das Land der Knechtſchaft nenne, die böſen Ideen verführten ihn zu dem, was er gethan. Doch ich bitte Eure Majeſtät, vergeben Sie ihm, denn er weiß nicht, was er thut.“
„Sie ſind ein edler und guter Mann“, ſagte der König, ihm freundlich zuwinkend.„Es iſt ſchön von Ihnen, daß Sie für Ihren Bruder ſprechen. Ich will um Ihretwillen vergeſſen, was er gethan. Sie haben Balſam auf die Wunde gelegt, die Ihr Bruder mir geſchlagen. Es ſei vergeſſen. Ich danke Ihnen für Ihre ſchönen Worte. Ich werde ſie in meinem Herzen bewahren und das Andere vergeſſen!“
Ende des erſten Bandes.
Druck von Richard Schmidt in Reudnitz⸗Leipzig.


