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Und Eliſabeth Farneſe hielt Wort.
Kaum hatte Prinzeſſin Orſini, welche ihrer jungen Königin, zu deren Camerara major ſie ernannt wor⸗ den, bis Padraca entgegen geeilt war, ein Knie vor Eliſabeth Farneſe gebeugt, als die junge Königin ihr die Hand, welche die Prinzeſſin küſſen wollte, unwil⸗ 5 lig entzog. 1
Wer iſt dieſe Frau? fragte ſie den neben ihr ſtehen⸗ den Grafen Alberoni.
Es iſt die Prinzeſſin Orſini, die Camerara major Ihrer Majeſtät. 4 Und wie kann eine meiner dienſtthuenden Frauen es wagen, in ſolchem Pomp vor mir zu erſcheinen? fragte die Königin ſtolz. Das iſt ein Verbrechen gegen die Etiquette, das ich ſtreng zu rügen wiſſen werde. Vergebens ſuchte die Prinzeſſin ſich zu entſchuldigen. Eliſabeth Farneſe gebot ihr mit ſtrengem Ton, zu ſchweigen, und indem ſie ſelbſt die Thür öffnete und dem Officier ihrer Leibgarde winkte, ſagte ſie mit 4 der ganzen Hoheit einer Königin: Man befreie mich von dieſer Frau, welche es gewagt hat, mich zu be⸗ leidigen.


