Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Wir ſind Alle, was wir ſind, nur durch des heili⸗ gen Vaters Gnade! rief La Chaiſe demuthsvoll.

Aber ich werde den Verräther zu züchtigen wiſſen! fuhr der Papſt fort. Meine Langmuth iſt zu Ende. Er ſoll meine Macht erkennen und ſich demüthigen, und wenn er es nicht thut, ſo werde ich ihn zertreten unter meinen Füßen!

Und wenn er bereut? fragte La Chaiſe.

Ah, er bereut nicht! Ich kenne dieſe hochmüthigen Prieſter, es iſt die ächte Teufelsbrut, und darum will ich ſie Alle demüthigen. Sie ſollen den Zorn St. Peters empfinden. Zu lange ſchon habe ich Eurem Flehen und Euren Thränen nachgegeben, und den Bannſtrahl zurückgehalten, der ſchon über dem Haupte des Miſſe⸗ thäters ſchwebte. Immer habe ich, auf Euch vertrau⸗ end, gewartet, weil Ihr hofftet, durch Vernunftgründe dieſen jämmerlichen Menſchen zum Gehorſam und zur Unterwerfung zurückzuführen. Ich gab Euch nach, weil ich Euch liebte, und weil ich mehr zur Milde, als zum Zorne geneigt bin!

Weil Ihr das erhabenſte Vorbild chriſtlicher Sanft⸗ muth und erbarmenden Mitleids ſeid!