Natalie ſchleuderte ihr einen jener blitzenden, hoheits⸗ vollen Blicke zu, die ihr allein eigen waren.
Nichts, was ich gethan, möchte ich ungeſchehen ma⸗ chen, ſagte ſie, ſtrahlend vor Hoheit.
Dann ſind Sie eine Heilige, ſagte ich, wie bezau⸗ bert von dieſem ſeltſamen Weſen.
Oder ein Dämon, flüſterte die Priorin.
Ich bin nur keine Heuchlerin, ſagte Natalie, und wandte ſich von uns ab, der ächzenden Kranken zu.
Unſere ſteinerne Heilige hat heute einmal wieder ihren ſtolzeſten Tag, ſagte die Frau Priorin, als wir weiter wanderten.
Wer iſt ſte? Woher kommt ſie? frogie ich dringend.
Sie iſt die Nonne Natalie, ſagte die Priorin ver⸗ ächtlich. Woher ſie kommt? Gott weiß es! Mit einem Empfehlungsſchreiben des Herrn Erzbiſchofs kam ſie vor vier Jahren in unſer Kloſter, und brachte einen Dispens mit vom Papſte, der ſie von jeder Ohren⸗ beichte befreite, ja, ihr ſogar geſtattete, unſere heiligen Kirchengebräuche und Andachtsübungen nur ſo weit es ihr ſelber gefiele, mitzumachen. Und benutzt ſie dieſe Freiheit? fragte ich.
O, über die Gebühr, rief die Priorin mit einem


