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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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chen die beiden Stifte nach oben und unten gegen einander gezogen werden konnten. Er verſuchte es einzeln ohne Erfolg, plötzlich aber rief er lebhaft: Ich hab's! ich hab's! ſie müſſen zuſammengedrückt werden. Sol jetzt! Da raſſelt die Feder, ha! Die Leiſte drehte ſich, und das Fach ſprang auf, aber in demſelben Augenblicke gab es einen Blitz einen heftigen Knall, und mit einem furchtbaren Schrei tau⸗ melte der Secretär zurück und ſtürzte zu Boden. Im Fallen ergriff er den Kaſten mit dem Golde, riß ihn heraus und warf ihn über ſich. Die Goldſtücke klirrten und rollten auf dem Boden umher, der Reſt fiel mit dem Kaſten auf ſeinen Leib und bedeckte ſeine Bruſt, als er beſinnungslos nieder ſank.

Was geht hier vor! rief der Reichsrath, welcher raſch die Thür aufſtieß und von dem Ober⸗Kammer⸗ herrn und zwei anderen ſeiner Freunde begleitet herein trat. Die Graͤfin folgte, geführt von ihrem Couſin, dem Geſandten, der auf der Schwelle ſtehen blieb und ſein Glas ans Auge hielt. Die Gräͤfin war mit Blumen und Diamanten geſchmückt, ſie kam ſo eben aus der Oper. Eine Wolke Pulverdampf wälzte ſich ihr entgegen; ſie hielt ſich krampfhaft an ihren Be⸗ gleiter feſt, indem ſie entfetzt aufſchrie.