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Da ſtand der Graf mit zwei Herren und beſich⸗ tigte ein prachtvolles Roß, das ein Bereiter an der Leine hielt, und auf der Galerie ſtand die Gräfin, hinter dem Glasvorbau und den tropiſchen Pflanzen, die ihn ſchmückten, und lehnte den Arm auf die Schul⸗ ter des Fräuleins Beate von Lebel, ihrer Geſellſchafterin.
Winkel ſah mit einem Blicke Alles. Er ſah, wie die Damen aufmerkſam hinunter blickten, wie ſie ſich ſeitwärts beugten, um nicht etwa das ſtolze Roß zu betrachten, ſondern den beiden Herren ins Geſicht zu ſehen, welche ſich von ihnen abwandten. Er ſah auch,
wie der Geheimerath ſich anſtrengte, um ungemein rüſtig, raſch und jugendlich zu ſein; zu gleicher Zeit
aber wurde die ſpottſüchtige Freude, welche er darüber empfand, zu einem grimmigen Hohn, der ſeine Augen zuſammen zog und ſeinen langen, zähen Lippen ein Lächeln abzwang. Er ſah gerade vor ſich den Grafen Aurel und blickte in deſſen blühende, jugendliche Züge mit dem Ausdruck des rachſüchtigſten Haſſes. Dieſer Haß war alt. Aurel hatte ihn frühzeitig hervorgerufen durch unverhüllte Verachtung des Vertrauten ſeines Vetters. Aber Winkel hatte dem Geheimerath nicht alles geſagt, was er geſtern gehört. Er hatte Aurel ſagen hören, daß der elendeſte aller Schufte der Rath⸗


