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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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es gewiß von irgend einem Dritten geſagt; ich be⸗

ich richte nur, was ich vernommen habe.

n⸗ Wer weiß, von wem die Rede war! ſagte der 1 Geheimerath. Waſſerſüchtig, aufgedunſen, grauer Sün⸗ der, Plattheiten! Du biſt ein Narr, Winkel. Ich habe ihn erziehen laſſen, habe ihn unterſtützt, auf Uni⸗.*

verſität geſchickt, große Koſten an ihn gewandt, und es noch jetzt lebt und reiſ't er aus meiner Taſche; denn tt⸗. was ſeine Tante ihm gibt, iſt unbedeutend. Er ſtützte den Kopf auf den Arm und ſah einige Minu⸗ ich ten lang vor ſich hin, während der Secretär ihn mit

de Blicken betrachtete, aus denen ein geheimes Entzücken m glänzte. Seine Augen nahmen jedoch ſofort den Aus⸗

druck der Demuth und der unterthänigſten Stille an, nd als der Geheimerath ſich aufrichtete, die Feder nahm, och die Briefe unterzeichnete, die Papiere durchlas und

ſeine Geſchäfte raſch und ſchweigend abmachte. Erſt ck⸗ aaach einer langen Zeit ſagte er: Was den Grafen

Aurel, meinen Vetter, betrifft, Winkel, ſo fahre fort, ihn genau zu beobachten; ich hoffe es dir zu erleich⸗ tern. Ich will wiſſen, was er treibt, mit wem er umgeht, welche Abſichten er hat, wie er ſich äußert be⸗ 1 und was er von mir ſpricht und denkt. Du biſt zu klug, um weiterer Inſtruction zu bedürfen; doch