Jahrgang 
2
Einzelbild herunterladen

arbeitet

genug, jm oder ſchauen. umher, wenn's Schnee t ſeinem ger Herr, ir ſtehen er, ſagte ind Sie e wahre Schloſſe

rletzten

oſt aus en. Das

en lie⸗ meinen zie eine ſchrei⸗ wediſch

ach dem ommen. auf der noſchaft Kälte als ſei

481

dies Geſicht nicht mehr ſo jugendlich lebhaft und friſch wie früher. Auch Erich Randal ſchien ihm graufarbiger und magerer geworden zu ſein, und wie ſie Beide ſtanden, Ebba ihre Hand auf Erich's Schulter legte und mit der andern in die Ferne deutete und den Kopf ſchüttelte, lächelte Herr Ridderſtern, eine innere Freude machte ihn warm. Sie ſcheinen doch nicht allzuglücklich zu ſein, murmelte er, und ich denke, es wird bald noch mehr Kopfſchütteln geben. Meine Mittheilungen werden ihnen die Geſichter noch etwas länger und ernſt⸗ hafter machen.

In dieſem Selbſtgeſpräch wurde er durch einen gewaltigen Lärm unterbrochen, der aus der Küche kam und ihm äußerſt unangenehm war. Er konnte nicht daran zweifeln, daß die gellenden Töne der Querpfeife, welche er hörte, von Lars Normark herrührten, dem elenden alten Vagabond, der jetzt hier zu Haus war; zu dieſem Ge⸗ pfeife ſangen aber auch ein paar mißtönende Stimmen das abſcheuliche Volkslied: Der Ruſſ' iſt da, nehmt euch in Acht, ihr Finnen greift zur Wehr! und plumpe Füße ſtampften dazu und zu den letzten Worten: Haltet Wacht! gebt Acht! haltet Wacht! als ſollte das Haus einſtürzen, worauf ein mächtiges Geſchrei folgte, ein Hahn dazwiſchen krähte und das Singen, Stampfen und Pfeifen von Neuem begann.

Das geht ja wirklich ſehr luſtig hier zu, ſagte Herr Ridderſtern böſe

lächelnd. Man ſollte beinahe meinen, mitten unter Heiden zu ſein.

Ich will mit dem Freiherrn ſprechen, Frau Ulla, aber ich fürchte vor⸗ her taub zu werden.

Mit dieſen Worten öffnete er die Thür, welche nach der Küche führte, und blickte ſtolz und ſtrafend hinein, bereit dem Unfug ein Ende zu machen; allein er war doch ſo überraſcht von dem, was er ſah, daß er ohne ſeine Stimme zu erheben nicht weiter ging, obwohl er ſich ärgerte, daß die luſtigen Vögel ſich von ſeinem Anblick nicht einſchüchtern ließen. Der Erſte, auf den ſeine Augen fielen, war der Hahn, der nach der Melodie des Marſches, den ſein Herr blies, die Beine tactmäßig ausſtreckte und wie ein Soldat mit langem Hals und feſtem Tritt voranmarſchirte. Hinter ihm her kam Lars mit der Pfeife und neben an ſtolzirte Jem Olikainen, der ein Gewehr, ſteif angezogen an der Schulter, hielt und aus vollem Halſe dazu ſang.

D. B. IX. Erich Randal, v. Th. Mügge. 31