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Beſuch hervorgerufen wurde, und an das Ende deſſelben, wodurch er von ſo großer Sorge befreit ward. Lange Zeit hatte er darüber ge⸗ grübelt, ob die übermüthigen Herrn mit ihrem Spott und ihrer Auf⸗ löſung des Räthſels auch wirklich Recht gehabt, und wie viele Zweifel ihn auch dabei überkamen, er gab ſich doch zuletzt gefangen. Jetzt wo er am Lager dieſes von der See ausgeworfenen Jünglings ſaß, hatte er zuweilen wunderliche Anwandelungen. Die alten Erinnerungen, welche ſo viele Jahre lang in ſeinem Gedächtniß hafteten und noch immer nicht daraus verſchwinden wollten, wurden ſonderlich lebendig. Wie damals, als er das fremde Fräulein erblickte, ihm ſogleich die unglück⸗ liche Frau mit ſolcher Klarheit vorſchwebte, daß er davor erſtarrte, ſo überkam es ihn jetzt zuweilen, als gleiche dieſer Jüngling dem Manne, den er in jener furchtbaren Nacht in der Kirche unter den Schwertern ſeiner Mörder fand. Wenn der Kranke in ſeinen Phantaſien die Augen öffnete, wenn Zorn und Kummer ſein Geſicht füllten und ſeine hohe Stirn ſich auf eine eigenthümliche Weiſe zuſammenzog, glaubte er, daß er dies ganz ebenſo damals geſehen habe. Mit aller Kraft wehrte er dieſe Einbildungen von ſich ab und ſchob ſie den Aeuße⸗ rungen des Kranken zu, die ihn zu ſolcher Selbſttäuſchung verleiteten; doch immer wieder kam er darauf zurück und je mehr er ſich ſelbſt ſchalt und kopfſchüttelnd ſich ſelbſt belächelte, um ſo begieriger wurde er danach, nähere Auskunft über ſeinen unglücklichen Gaſt zu erhalten. Zuweilen führte dieſer halb verſtändliche Geſpräche mit dem ſchönen Fräulein, und was er ſagte rührte und bewegte den alten Mann innig genug. Er glaubte zu verſtehen, daß eine heftige und unglückliche Leidenſchaft ihn beherrſche, und daß er dieſe verberge, weil er keine Erhörung gefunden. Die Art wie der Kranke ihren Namen aus⸗ ſprach, der Schmerz in ſeinem Geſicht, die Angſt, welche ihn peinigte, und die wilden Träume, in denen er ſich umherwarf, flößten dem weichherzigen Mann viel Mitleid ein. Bald ſah er ſie in Gefahren und er ſuchte ſie daraus zu befreien, bald wurde ſie von Räubern fortgeſchleppt, mit denen er kämpfte, oder ſie ſollte, wie es dem Pfarrer ſchien, von ihrem eigenen Bruder zu etwas gezwungen werden, was ſie nicht wollte, und er vertheidigte ſie gegen dieſen. Immer aber


