Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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Im eigentlichen Verſtande. Denn meine Mutter iſt franzoͤſiſcher Abkunft und weil ihr ganzes Leben ein fortdauerndes Sprechen war, ſo mußte ich natuͤrlich ihre Sprache beſſer in den Kopf bekommen, als die dem Vater zugewachſene deutſche. Knickerte er doch ohnehin mit Worten beinahe noch mehr als ich und mußte er ſich auch zum Franzoͤſiſchen bequemen, wenn er, der fuͤr das Deutſche ganz ungelehrigen Mutter nicht Alles zehn Mal erlaͤutern wollte.

Tipaldo's anfaͤnglicher Verdruß war uͤber dieſer Erzaͤhlung beinahe ſchon ganz verſchwunden. Bei ſei⸗ ner außerordentlichen Zufriedenheit mit dem Farbenrei⸗ ber, auch in Nuͤckſicht vieler ſonſtiger Eigenſchaften, hatte er zeither immer fruchtlos ſich beſtrebt, die Sprach⸗ werkzeuge deſſelben in Gang zu bringen. Allerdings gab es auch manche unausſtehliche Eigenheit an ihm. So war er bisher gar nicht zur Vertauſchung des durch ſein Ungewohntes laͤcherlich werdenden Anzuges mit einem gewoͤhnlichen zu bewegen geweſen, auch wich er in vielen Stuͤcken von der Art und den Wuͤnſchen der uͤbrigen Menſchen voͤllig ab. Das ſchoͤnſte Bette ver⸗ ſchmaͤhte er, um auf bloßen Strohe zu liegen. Außer Brod und Gemuͤſe verwarf er alle Lebensmittel. Hier⸗

durch wurde Tipaldo beſonders irre in ihm und hielt 1*