Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Mohr ein Verſtaͤndnis mit der Tochter des Vogts angeknuͤpft habe.

Solch eine Behauptung mußte mich wohl empoͤren. Nach der ruͤhmlichen Treue dieſes Schwarzen gegen die gleichfarbige Geliebte, nach ſeinem ruͤhrenden Vorſatze noch im ſelbſt⸗ gewaͤhlten Tode mit ihr vereint zu bleiben, er⸗ klaͤrte ich das gradezu fuͤr die ſchaͤndlichſte Verlaͤumdung des ehrlichen Afrikaners.

Hm ſagte der Profoß kopfſchuͤttelnd mit dem Afrikaner iſt es nichts. Das iſt vielmehr einer von den ſeltenen Mohren, die ſich weiß waſchen laſſen. Mit dieſen meinen Augen habe ich ihn eben ſo geſehen. Der Menſch ſieht jetzt faſt weißer aus, als wir beide zuſammengenommen.

Der Profoß wurde abgerufen und ich konnte vor Staunen nicht zu mir ſelbſt kom⸗ men. Lange Zeit zweifelte ich noch immer an der Wahrheit ſeiner Erzaͤhlung. Wenn ich aber bedachte, wie ich ſchon bei der Annahme