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Das neun und zwanzigſte Kapitel.
Malchen, ſiehſt du wohl die Alten oben am dun⸗ keln Fenſter? fragte Karl, als er nach acht Uhr in des Diakonus Anzuge in den Garten kam, wo Malchen ſchon eine Weile auf ihn gewartet hatte. Du mußt aber auch huͤbſch zaͤrtlich mit mir thun.(Dazu ſchlang er ſeinen Arm um die Schweſter.) So ungefaͤhr wie mit dem Aktuarius, oder, wo moͤglich, noch zaͤrtlicher. Denn alte Leute haben ſchwache Augen, und wenn wir die Farben nicht ſtark auftragen, ſo werden ſie unſe⸗ re ganze Zaͤrtlichkeit nicht inne.——
„Es wird, es wird!“ ſagte Karl nach einer
kurzen, aus lauter Zaͤrtlichkeit zuſammengeſetzten
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Pauſe. Hoͤrſt du den Onkel murmeln?— Jetzt gehen ſie gar vom Fenſter weg.— Sie werden herunterkommen.— Da haben wir ſie im Garten! Nun wird es Zeit auf Sicherheit zu denken. Ei⸗
nen Schrei, Malchen, und dorthin! Ich ſpringe
hiier uͤber die Mauer, und laſſe den Hut zuruͤck⸗
fallen.
Der Amtmann kam wirklich, fuͤr ſeine poda⸗ griſchen Beine ſehr geſchwind, herbei; allein von dem falſchen Diakonus war nichts mehr zu ſe⸗ hen als der Hut. Und der wurde auch mitge⸗ nommen.. B.
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