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Das achtzehnte Kapitel.
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Doch von Stadtſchreibers Tinchen werde ich nicht viel reden duͤrfen. Und das wegen meiner Frau; denn die hat noch allemal, wenn ich von Tinchen anfing, geſagt, ich muͤßte in das Maͤdchen ver⸗ liebt ſeyn. Wer aber laͤßt ſich gerne dergleichen von ſeiner Frau nachſagen? zumal unter Umſtaͤn⸗ den, wie hier. Denn wuͤrde meine Frau laut damit, ſo kaͤme vielleicht Amtmanns Karl'n da⸗
von etwas zu Ohren, und ich haͤtte nur meine
Noth mit ihm. Karl naͤmlich will durchaus nicht haben, daß ſich jemand in Tinchens blaue Au⸗ gen verlieben ſoll, ob ſie gleich einem jeden der ſie anſieht, ohne daß ſie's wollen: vergiß mein nicht! zufliſtern. Auch in Tinchens goldne Haa⸗ re will er, daß ſich keine Seele verlieben ſoll,
wenigſtens keine maͤnnliche Seele. Eben ſo we⸗
nig ſollen ſich die maͤnnlichen Seelen in Tinchens. rundgeformte, durchſichtige Halstuͤcher verlieben; ja, was ſage ich die maͤnnlichen Seelen! nicht einmal die maͤnnlichen Augen ſollen das. Er⸗ fuͤhre aber Karl vollends, daß eine maͤnnliche Seele gar noch tiefer bei Tinchen gegangen waͤre, und ſich in ihr weiches Herzchen verliebt haͤtte, (wie meine Frau von mir behauptet): ſo waͤre er vielleicht gar nicht wieder gut zu machen.


